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ECM und SOA – Wie passt das zusammen?


Einführung einer SOA

Grundsätzlich muss einmal zwischen der technischen und organisatorischen Einführung einer SOA unterschieden werden.

Auf der technischen Seite müssen Sie die richtige ECM Plattform auswählen, welche auch eine echte SOA architektonisch umgesetzt hat und nicht nur mit Schlagwörtern im Marketing agiert. Denn es ist leicht, ECM-Lösungen unter Berücksichtigung verschiedener Standards (SOAP, XML, J2EE, …) zu bauen, die jedoch wesentliche Aspekte einer SOA nicht erfüllen, indem z.B. die einzelnen Services nicht austauschbar und wiederverwendbar erstellt werden, bzw. gewisse feste Umgebungsparameter die Offenheit und Flexibilität der Lösung beeinträchtigen. Denn was nützt Ihnen beispielsweise ein PDF/A Konvertierungs-Service, wenn Sie gleich die gesamte ECM-Suite mitkaufen müssen?

Im organisatorischen Bereich müssen im ersten Schritt die Geschäftsprozessabläufe von den Geschäftsapplikationsdiensten getrennt werden. Die letzteren konzentrieren sich rein auf die Ausführung von geschäftlichen Dingen wie Zinsberechnung, Angebotskalkulation, Kontenbuchungen oder auch Stücklistenauflösung.

Somit ist es möglich, die Vorgänge im Unternehmen abstrakt zu definieren, und daraus eine ablauffähige Folge an Prozessschritten zu generieren, die dann zur Ausführung gebracht wird. Dabei werden für die jeweiligen Prozessschritte die benötigten Dienste über einen Bus nach Bedarf aufgerufen. Diese formalen Geschäftsprozessabläufe können geändert werden, ohne einen Eingriff in das gesamte IT-System zu erzwingen.

Je nach Situation müssen lediglich bestimmte Dienste neu geschaffen werden oder bestehende können in einer anderen Kombination wieder verwendet werden, um einer geänderten Geschäftslage Rechnung zu tragen.

Klingt beim ersten Hören plausibel und scheint einfach in der Umsetzung, jedoch muss ich Sie hier etwas enttäuschen. Die größten Hürden auf dem Weg zu einer Service-orientierten Architektur liegen bei diesen organisatorischen Fragen!

Mitarbeiter, die mit der Prozessgestaltung befasst sind - also das strategische und das operationale Management - müssen sich mit den IT-Spezialisten zusammensetzen. Diese Kommunikation findet so noch nicht überall statt.

Mit der zunehmenden Popularität von service-orientierten Architekturen entwickeln sich auch verschiedene Muster, um den SOA-Gedanken in Projekten umzusetzen. Das amerikanische Unternehmen Infoworld beispielsweise entwickelte über 2 Jahre die Studie "In 10 Schritten zur Servicearchitektur" und dokumentierte so die Projektschritte im Einzelnen. Details dazu finden Sie auch in unserem erscheinenden White Paper "ECM braucht SOA - Erfahrungen aus der Praxis!". Weitere Informationen finden Sie hier.