Effektiver Arbeiten dank Kollaboration und maßgeschneiderten Informationen

Web 2.0 und Social Media – die Verwendung von interaktiven und kollaborativen Technologien  hält zunehmend Einzug in deutsche Unternehmen. Aus einer Vielzahl von Informationskonsumenten bildet sich eine gleichberechtigte Gemeinschaft von Prosumenten. Dabei ergeben sich für die Zusammenarbeit viele Potenziale, neue Chancen aber auch Risiken.

Zahlreiche aktuelle Studien, bspw. “The social economy” von  McKinsey, belegen den zunehmenden Einsatz von sozialen Medien im Unternehmensalltag. Führende deutsche Unternehmen wie Bosch, die Deutsche Bahn oder die Deutsche Telekom haben die Potenziale von Blogs und anderen Web 2.0-Technologien erkannt und fördern mit gezielten Maßnahmen den strategischen Ausbau der sozialen Kollaboration. Experten sind sich einig, dass derzeit erst der Beginn einer Entwicklung erkennbar ist und die junge “Facebook-Generation” zu einem deutlichen Wandel in der Art und Weise der Zusammenarbeit führen wird.

Was verstehen wir in diesem Kontext unter Kollaboration?

Kollaboration beschreibt im Zusammenhang des Web 2.0 eine neue Art der Zusammenarbeit. Die grundsätzliche Zielsetzung, zu welchem Ergebnis diese Zusammenarbeit bestimmter Mitarbeiter innerhalb oder außerhalb eines Unternehmens führen soll, hat sich weitestgehend nicht geändert. Durch den Einfluss von Web 2.0 stehen hierzu jedoch neue Werkzeuge und Möglichkeiten zur Verfügung. Informationen werden nicht mehr nur von Wenigen erstellt und von Vielen konsumiert, sondern es ergibt sich eine Gemeinschaft aus Mitarbeitern, die gleichberechtigt an der Erstellung, Editierung und Nutzung von Informationen beteiligt sind. Grundsätzlich sollen die Prozesse der  Zusammenarbeit durch IT-gestützte Systeme, die unter der Kontrolle und nach den Vorgaben des Unternehmens betrieben werden, unterstützt werden.

Kollaboration im Unternehmen

Kollaboration im Unternehmen

Dabei ergeben sich sehr weitreichende und individuelle Nutzungs- und Umsetzungsmöglichkeiten für Unternehmen. Ein Blog dient den Technikern eines Maschinenbauers zur Dokumentation neu installierter Anlagen ebenso wie dem  Beratungshaus zum Expertenaustausch weltweit agierender Beraterteams. Das Wiki gilt als unternehmensweites Lexikon einer Bundesbehörde wie auch zum Realtime-Erfassen von Sitzungsprotokollen eines Speditionsbetriebs. So werden in keinem dieser Unternehmen E-Mails verschickt, die in den Postfächern der Empfänger versinken. Dort werden alle Informationen über entsprechende Kollaborations-Plattformen ausgetauscht und somit dem Gesamtunternehmen verfügbar gemacht. Die fiktiven Beispiele dieser zwei Werkzeuge stellen dar, wie unterschiedlich die Einsatzmöglichkeiten von Social Media in Unternehmen sein können. Letztlich gilt es zu bewerten: Was sind die bestehenden Anforderungen und welche Werkzeuge können die betroffenen Prozesse der Zusammenarbeit sinnvoll unterstützen?

About the Author

Christoph TyllaSenior Berater der Pentadoc AG, ist seit 2002 im Bereich Enterprise Content Management tätig. Herr Tylla unterstützt Unternehmen schwerpunktmäßig in der Konzeption, Produktauswahl und Einführung von Lösungen im Bereich Informationsmanagement. Hierbei leitete er bereits mehrere Implementierungsprojekte namhafter Unternehmen. Darüber hinaus ist er als Analyst und Autor im Bereich ECM tätig.

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