Einführung Elektronische Patientenakte

Problemstellung:

Derzeit sind die bürokratischen Anforderungen im medizinischen Bereich, insbesondere bedingt durch die gesetzlichen Regelungen sowie den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK), immens hoch und stetig steigend. Nach Aussage von DKG-Präsident Kösters verbringen Krankenhausärzte mittlerweile im Durchschnitt drei Stunden ihrer täglichen Arbeitszeit mit Dokumentationstätigkeiten. Dieser hohe Anteil ist eine maßgebliche Quelle zeitlicher Belastung und hoher Frustration.
Durch den Einsatz von integrierten IT-Lösungen, insbesondere von Prozesssteuerungssystemen, kann der administrative Zusatzaufwand für das Krankenhauspersonal erheblich reduziert werden. Die Klinikgruppe beschäftigt sich daher schon seit einiger Zeit mit dem Gedanken, eine zentrale Infrastruktur für die Speicherung und Bereitstellung von Dokumenten und Daten einzurichten. Dieser Dienst soll konzernweit verfügbar sein und den rechtlichen Anforderungen im Hinblick auf Sicherheit, Verfügbarkeit und Einhaltung von Aufbewahrungsfristen genügen. Weiterhin soll auf dieser Basis eine konzernweit einheitliche elektronische Patientenakte (EPA) eingeführt werden. Die EPA wird verstanden als ›Menge von gesundheitsbezogenen Daten und Informationen über ein Individuum, die in elektronischer Form gespeichert sind‹.
Dies sind also nicht nur Abrechnungsdaten, Messwerte und Texte, sondern können elektronische Daten eines Patienten, wie Dokumentationen der Diagnostik und Therapie, Laborwerte, Befunde, Epikrisen, Bilder und auch Audiosignale, Filme oder rekonstruierte dreidimensionale anatomische Modelle sein. Als Folge sollen die derzeit eingerichteten Papierarchive durch die elektronische Speicherung entlastet werden.

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