Bedingungen zur Nutzung des DP Infrastrukturrabatts

Übergangsregelungen des Infrastrukturrabatts

Im Oktober haben wir Ihnen bereits berichtet, dass sich die Rabattpolitik bei der Deutschen Post ab dem 1.1.2018 verändern soll. Die Senkung des Teilleistungsrabattes für Großkunden soll in Form des neuen Infrastrukturrabatts ausgeglichen werden. Wie vermutet, war für viele Kunden die Frist für die erforderlichen Änderungen an der Frankiertechnik jedoch viel zu knapp bemessen.

Als Reaktion auf das entsprechende Feedback sowie nach einer Reaktion der Bundesnetzagentur im Dezember hat die Deutsche Post nun offiziell eine Übergangsfrist eingeräumt, welche bis zum 30.4.2018 andauert. Der 1.1.2018 als eigentlicher Einführungstermin bleibt davon unberührt, jedoch können mit Unterzeichnung einer Ergänzungsvereinbarung bis zum 31.1.2018 Ausnahmen von den Anforderungen in Anspruch genommen werden. Damit verknüpft wird auch eine Absichtserklärung des Kunden, die ursprünglichen Auflagen für den Infrastrukturrabatt bis Mai umzusetzen.

In der Übergangsphase wird auf die Anforderungen zum neuen Frankierlayout und der Frankier-ID komplett verzichtet

Alle Kunden mit DV-Freimachung und Frankiermaschinen können den Infrastrukturabatt also direkt nutzen. Der elektronische Einlieferauftrag (EA) sowie der elektronische Zusatzauftrag (ZA) sind in einer vereinfachten Form erforderlich. Das heißt, es sind keine vorherige Erfassung der Auftrags-Management (AM)-Nummer im Datamatrixcode bei FRANKIT und keine Voranlage EA erforderlich. Die Zuordnung von Sendungen aus EA zu ZA kann unabhängig von der tatsächlichen Sortierung frei erfolgen, solange die Mengen übereinstimmen.

Für Konsolidierer gilt bei den Zusatzaufträgen mit DV-Freimachung, dass die elektronische Anmeldung mit Hilfe der Daten aus dem Versandplan EA erwartet wird. Mit Frankiermaschinen sind die ZA manuell anzulegen, die Gesamtmenge wird pauschal aufgeteilt.

Damit hat die DP einen notwendigen Schritt getan, um den selbst verursachten Unmut einzudämmen. Ob das Zeitfenster tatsächlich für alle Beteiligten ausreichend groß ist und wie die Post dann auf Nachzügler reagiert, wird sich zeigen müssen.

About the Author

Arvid Schwertnerist als Junior Analyst bei Pentadoc Radar tätig. Seine Schwerpunkte liegen auf der Unterstützung von Software-Auswahlprozessen im Bereich des Enterprise Content Management, der Einführung von Input Management Lösungen sowie der ECM-Marktanalyse in der DACH-Region. Darüber hinaus widmet er sich dem Großthema Digitalisierung als Politikwissenschaftler aus einer spezifisch gesellschaftswissenschaftlichen Perspektive.